Die weitere Suche. Und was nach dem Gedicht kam.

Was zwischenzeitlich getan wurde, um die Fahndung nach dem Dichter zu intensivieren:

Jede Menge Briefe verschickt.
Mit einem Anschreiben.
Mit Fandungsplakat.
Mit Handzetteln.
Um das Projekt „Wer kennt Jean Paul?“ vorzustellen.
Und um, natürlich, „Mitmacher“, zu bekommen.
An Schulen verschickt.
Von Hof bis Bayreuth.
Und um Beteiligung gebeten.

Es würde mich wirklich sehr freuen, wenn Rückmeldungen kämen!

Und jetzt kommt, wie versprochen, was nach dem Gedicht kam.

Der /die Muse küsste anscheinend nicht nur mich.
Auch weitere Personen wurden zum Schreiben angeregt.
Toll!

Hier, was geschrieben wurde:

ein gedicht.

petra f. hat einen kaputten finger.
einen völlig kaputten kleinfinger.
petra f. hat ausserdem ein kaputtes…
ABER
– auto
auto fährt doch…
– küchenbuffett
küchenbuffett sah gut aus…
– herz
herz ist rein…
na ja, nicht immer… (anm. der autorin)
– t-shirt
tshirt? du lügst…
ja! manchmal. (anm. der autorin)
– suppentellerchen
Suppe ist noch warm… Suppe ist noch warm… jetzt nicht mehr…
mehrfachnennungen möglich!
petra f. sucht den ganzen tag nach jp.
Gruss von JP… er war gestern im Finale…
das „finale“ ist eine lokalität in hof… (anm. der autorin)
petra f. liest nora g.
petra f. wurde geküsst.
gestern abend.
von der muse.
petra f. schrieb ein gedicht.
über die liebe.
und tote fliegen.

Und so entstand ein weiteres Gedicht.

Oder ist es Lyrik?
Oder gar ein Sprechtext?
Oder nix von alldem?

Völlig egal, was es ist.
Oder auch nicht ist.
Oder auch nix ist…

Es entstand eine Form von Kommunikation.
Die manchem vielleicht etwas banal erscheinen mag.
Da bin ich aber eins mit Nora Gomringer.
Und sage:
„Ich liebe banal.“
Denn so ist das Leben.
Große (Welt)Geschehen wechseln sich ab, mit den kleinen, oft nur vermeintlich, banalen Dingen.

Hier nun aber noch ein Gedicht, dass mir zugesendet wurde:

Tote Fliegen, auf totem Teller

Wider die Kaputmacherrei
ich leiste wieder Stand
und halte der Muse auch noch
die rechte Wange hin
alles läßt sich heilen
aber Suppentellerchen ist arg
wer hat da von gegessen
hinter den sieben Ämtern?
alles Hin?
Doch die F. dichtet noch
immer hin

Stefan W.

Ich freue mich sehr über diese beiden Texte!
Die nur Beispiele sind.

Es kam und kommt mehr.
Es darf aber gerne noch viel, viel mehr werden!
Also bitte mitmachen!
Schreibt, was das Zeug hält!

Diese, und auch die anderen Texte, Gedichte und Statements, werte ich eindeutig als Fahndungserfolg.
Meine, vielleicht manchmal für Mancheinem etwas unorthodox erscheinende, Suche nach Jean Paul hat, finde ich, zu etwas sehr wichtigem, ein klein wenig beigetragen:

Lesen.
Sich mit Sprache zu beschäftigen.
Zum „Selbertun“ animiert.

Und wenn nun noch der oder die eine oder andre vielleicht auch mal was von Jean Paul liest, bin ich meiner persönlichen Auftragserfüllung schon ziemlich nahe gekommen.

So.
Das war’s.
Für Heut.

Bald gibt’s wieder mehr.
Über die Suche.
Die Fahndungsergebnisse.

Und…
Hinweise, wo es im Netz was interessante über eines der Werke von Jean Paul zu lesen gibt.

Also…
…dranbleiben!

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