„Wer kennt Jean Paul“ oder „Spiegelt sich die Sonne im Urin, dann denk ich an Hölderlin.“

klo_04-pola

Noch 3 Tage.
Bis zum Weltuntergang.

Noch 6 Tage bis Weihnachten.
Der Schnee is‘ weg.
Fast.
Regen.
Nebel.
Ich denk nach.
Über Schönheit.
Über Freundschaft.
Und über MonChichi’s. (Wer kennt die noch? Hand hoch!)

Noch 13 Tage bis zum Ende von „Wer kennt Jean Paul?“.

Ich geh‘ jetzt einfach mal davon aus, dass die Welt eventuell doch nicht untergeht…
So hab‘ ich gestern Abend noch ein Jean Paul-Interview geführt.
Mehr darüber gibt’s bald.

Heute einen heiteren Beitrag, siehe oben…, wegen dem Nebel, dem Regen, dem kommenden Weltuntergang…
Von Frau Ilse Emek, von der VHS Hof:

Sehr geehrte Frau Feigl,
in der Frankenpost habe ich von Ihrer Aktion „Wer kennt Jean Paul?“ gelesen.
Ich finde es gut, wie Sie sich der Sache annehmen und wünsche Ihnen viel Freude und Erfolg dabei.
(Vielen Dank! Anm. der Autorin)

Ich habe meine ganz eigenen Erfahrungen mit Jean Paul gemacht und habe sie in der Anlage kurz notiert.

Hier die „Anlage“ (eine gute, wie ich finde… Anm. der Autorin)

Als junges Mädchen war ich einmal im Fichtelgebirgsmuseum Wunsiedel.
Voller Ehrfurcht vor der versammelten Kultur betrachtete ich Raum für Raum und gelangte in ein Zimmer, das u.a. dem Gedenken Jean Pauls diente.
Auf einmal musste ich lesen: „Spiegelt die Sonne sich im Urin, dann denke ich an Hölderlin.“
So, oder so ähnlich wurde der große Poet wiedergegeben.
Ich war entsetzt und konnte es kaum glauben, dass ein verehrter Kulturschaffender solch freche Worte in den Mund genommen haben sollte.
Fortan aber ließ er mich nicht mehr los, und auch Hölderlin beschäftigte mich immer wieder.
Inzwischen sind mir beide vertraut wie Nachbarn. Sie haben, jeder auf seine Weise, mit ihren Gedankenflügen und ihrem Sprachgenie mein Leben bereichert.

Ich freue mich, dass 2013 das Jean-Paul-Jahr begangen wird, und dass durch die öffentliche Aufmerksamkeit mehr Menschen teilhaben können am Humor und am Wortwitz Jean Pauls. Als Leiterin der Volkshochschule Landkreis Hof möchte auch ich dabei helfen, ihn kennenzulernen. – Wir werden unser Frühjahrsprogramm Jean Paul widmen, sein Konterfei auf der Titelseite künstlerisch verarbeiten, einzelne Veranstaltungen zu ihm anbieten, die Zubereitung von Hoppelpoppel und Schnepfendreck vermitteln und Zitate von ihm ins Heft einstreuen. Zur Freude oder zum Entsetzen.

Ich danke Frau Emek ganz herzlich für Ihren Beitrag.
Ich wurde außerdem eingeladen, mein Jean Paul-Projekt am 07.03.2013 um 20 Uhr in der VHS Hof präsentieren.
Dieser Einladung komme ich natürlich sehr gerne nach.

Foto: Petra Feigl

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s